Kysuce

Die Region Kysuce nimmt 935 km2 ein. Sie liegt im nordwestlichen Teil der Selbstverwaltungslandeskreises Žilina und grenzt unmittelbar an Polen im Norden und an die Tschechischen Republik im Westen.

Kysuce ist eine gebirgige Region geteilt auf 2 selbständige Gebiete: einmal ist es das westliche Gebiet mit den Höhenrücken von Javorníky-Gebirge, Hügelland von Turzovka und die Mährisch-Schlesische Beskiden. Der östliche Teil bilden dann die Kysuce Beskiden, Kysuce Hügelland und Orava Beskiden. Der höchste Gipfel ist die Veľká Rača in einer Seehöhe von 1262 m liegend.

Die älteste schriftliche Erwähnung in Bezug auf Kysuce kommt aus einem Dokument aus 1244. In diesem Dokument hat der König Belo IV. dem Bohumír, einem Sohn von Sebeslav, das Gebiet an der polnischen Grenze geschenkt. Das Gebiet trug den Namen Kis Zudce. Kysuce waren historisch von Trenčín und später vom Waaggebiet administrativ verwaltet. Derzeit gehört dieses Gebiet in das Selbstverwaltungslandeskreis Žilina. Die Region teilt sich einmal auf die Stadt Čadca und dazugehörige Dörfer und die Stadt Kysucké Nové Mesto. Insgesamt findet man aber in dieser Region 4 Städte und 33 Gemeinden mit 126 000 Bewohnern.

In dem Gebiet Kysuce sind zahlreiche Unikate zu finden: Natur, Geschichte und Kultur. Ganz einzigartig ist ein der größten Freilichtsmuseen in Vychylovka – Das Museum vom Kysuce-Dorf. 34 Objekte mit ursprünglicher Volksarchitektur, die direkt im Wald liegen zeigen uns, wie unsere Vorgänger gelebt hatten. Das Museum veranstaltet regelmäßig verschiedene Kulturaktionen aber auch andere Gelegenheiten, bei den die Besucher die Traditionen dieser Region näher kennenlernen können. Zu den gehört auch eine Waldbahn, eigentlich ein nationaler Kulturdenkmal, eine von wenigen weltweit und die einzige in Europa, die auch betrieben wird. Gegründet wurde sie im 1926 und man hat 110 Bahnkilometer aufgebaut. Man hat diese Bahn zu forstwirtschaftlichen Zwecken genutzt, dank Spitzkehren war eine Überwindung der Höhenunterschiede möglich gewesen. Heute wird die Strecke auf der Länge von zirka 3,6 Kilometern für touristische Zwecke genutzt. Während der Fahrt kann man echt authentische Holzhäuser bewundern. Die Kombination der Natur, der Waldbahn und ehemaliger Häuser hat schon einige Regisseure angezogen. Ein paar Szenen aus dem Film "Želary", dem später ein Oscar verliehen wurde und den Märchen "Pehatý Max a duchovia“ („Max und die Geiste“) wurden gerade hier gedreht. Den Rest der Bahn hat man später auf eine 26 Kilometer lange Fahrradstrecke umgebaut. Diese führt entlang des Flusses Bystrica ins Museum ganz am Ende des Bystrica Tales – nach Krásno nad Kysucou. Der Bystrica Tal kann noch auf etwas anderes stolz sein, und zwar auf eine Turmuhr in Stará Bystrica. Diese zeichnet sich durch eine weltgenaueste Zeitangabe aus und ist auch die größte Holzstatue in der Slowakei. 

Eine weitere Exposition des Kysuce Museums ist ein Schlösschen in Radola. Es ist eine von wenigen erhaltenen Renaissancebauten dieser Art in der Slowakei. Die Kysuce Gallerie findet man im Schlösschen in Oščadnica. Dieses wurde in 1910 gebaut. Die Gallerie ist den Bewohnern gut bekannt, weil in dem umliegenden Park öfters externe Ausstellungen organisiert werden. Es gibt zwei geschützte Stadtzonen in dem Kysuce Gebiet. Die erste liegt in Klokočkov und trägt den Namen Do Kršle, die andere dann in Kysucké Nové Mesto und heißt Povina Tatári. Touristen besuchen gerne auch die historischen Kirchen, zum Beispiel die neogotische Kirche in Raková, die Kirche in Zákopčie im barock-klassizistischem Stil, eine Barockkirche in Skalité oder in Turzovka im gleichen Stil. Die bekannteste Kirche ist die St. Bartolomej Kirche in Čadca. Sie wurde im 17.Jh. im Barockstil gebaut. Die Altarmalerei kommt vom Maestro J.B. Klemens.

Kysuce verbindet man auch mit einer der wichtigsten Persönlichkeiten der slowakischen Historie – mit Juraj Turza. Der „hungarische“ Palatin hat in 1598 die Stadt Turzovka gegründet. Die Besucher können bis heute ein gut erhaltenes Zimmer eines bekanntes Schriftstellers Rudolf Jašík bewundern. Viele Leute nutzen freie Tage dazu um mal einen ganz besonderen Ort zu besuchen – Živčáková; insbesondere die gottgläubigen, es ist nämlich ein Wallfahrtsort. Laut Zeugen schien hier am ersten Junitag 1958 Jungfrau Maria auf. Seitdem glaubt man, das Wasser, das oben auf dem Berg ausströmt, heilen kann. 

Kysuce ist auf jeden Fall ein sehenswertes Ort für alle Wintersportfans. Die klimatischen Bedingungen unterstützen es ausreichend. Man kann die ganze Saison Skilaufen oder Skilanglauf genießen. Eine der beliebtesten Skizentren in der Slowakei liegt gerade in dieser Region und heißt Veľká Rača. Zwei Sesselbahne und regelmäßig gepflegte Pisten in einer Gesamtlänge von 14 km liegen gerade hier. In der Gemeinde Makov fängt die Beskiden-Javorník Gebrige-Magistrale an. Skilanglauf kann man auf 14 separaten, aber miteinander verbundenen Strecken ausüben. Insgesamt stehen ungefähr mehr als 100 km Strecken zur Verfügung. Im Winter werden sie natürlich ausreichend gepflegt.

Leidenschaftliche Radfahrer und Touristen werden auch die Sommersaison in diesem Gebiet lieben. Wälder, Höhenrücken, wunderschöne Panoramas und die schöne Landschaft mit romantischen Streusiedlungen. Dank der Naturschönheiten und höchster Anzahl von ursprünglichen Bergansiedlungen in ganz Slowakei hat man in 1984 mehr als zwei Drittel des Gebietes zu einem Naturschutzgebiet erklärt. Drei Naturschutzgebiete liegen ganz oben auf Veľká Rača, Veľký Javorník und Malý Polom. Die Naturschutzgebiete wurden gegründet um die wertvollen Waldgesellschaften von Tannen, Buchen und Fichten zu schützen.


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